Die guten Nachrichten gibt es ...
1. April 2025
"Positive Nachrichten!“ – mit diesem redaktionellen Wunsch sind wir in die Planung dieser ersten Ausgabe der VCL News im heiligen Jahr gestartet. Doch leider scheint es, als gäbe es von dieser Sorte immer weniger.
Von der internationalen Bühne abgesehen ist es vor allem das österreichische Regionaltheater, das seit Monaten einer schlechten Schmierentragikkomödie zu gleichen scheint. Doch dafür haben wir angesichts brennender Probleme keine Zeit. Zentrale Weichenstellungen für die Zukunft unseres Landes stehen an. Deshalb mussten wir von unserem ursprünglichen Redaktionsplan abweichen.
Vielleicht gelingt es gerade in der anstehenden Fastenzeit sowohl uns allen persönlich als auch als Ganzes zur Besinnung zu kommen. Das Wunder der Auferstehung ist bereits gelungen. Warum also nicht auch Österreich nach Monaten des politischen Aschermittwochs?
Die guten Nachrichten gibt es – wir suchen sie für die nächste Ausgabe!
"still und starr liegt der See heißt es in einem klassischen Adventslied. Und in der Realität? Da bleibt davon nicht viel über: International toben mehr – und intensivere – Kriege als im Jahr davor. Regierungen in der westlichen Welt zerbrechen an den an sie gestellten Herausforderungen und die politischen Eliten stehen sich deshalb unerbittlich gegenüber. In Österreich wird sich langsamst von Sondierungsgespräch zu Sondierungsgespräch gequält, da die gemeinsame Vision abhandengekommen scheint. Und im öffentlichen Dienst stehen die Zeichen auch noch auf einen möglichen Arbeitskampf.
"Ein 'heißer' Wahlseptember war angekündigt. Ein großer Teil davon wurde buchstäblich durch die Regenmassen eines Jahrhunderthochwassers hinweggespült. Doch die Wahlprogramme vieler Parteien enthalten dennoch gefährlich glühende Kohlen: Vom Ende der gymnasialen Langform über die Verabschiedung der Leistungsorientierung in der Schule bis hin zur Abschaffung der Matura als Höhepunkt schulischer (Aus-)Bildung …
Auch in der zweiten Ausgabe des Jahres 2024 werfen wir den Blick auf den Platz von Religion in und um Schule. Die mediale Berichterstattung der letzten Tage überbot sich mit Hiobsbotschaften betreffend Gewalt und Straftaten in unseren Schulen. Die Dienstgeberseite versucht dem mit umfangreichen Gewaltschutzkonzepten entgegenzutreten – viel Papier, dessen Wirksamkeit sich erst zeigen wird. Unsere Autoren – diesmal, wie in der letzten Ausgabe angekündigt, überwiegend aus dem Umfeld der evangelischen Kirchen – hingegen weisen auf einen bewährten Baustein hin: Werte- und Grundhaltungsvermittlung, wie sie eben im Religionsunterricht stattfindet und die eine Grundlage für ein friedliches, demokratisches und achtsames Miteinander bildet.

